Digital Signage

Informationen zu Digital Signage und Marketing am Point of Sale

Werbung. Aber bitte informativ!

Geschrieben von Sarah George • Dienstag, 8. September 2009 • Kategorie: Infotainment

Noch bevor Digital Signage sich als passiv zu konsumierendes Medium auch in Deutschland etabliert hat, gibt es verschiedene Ansätze, Digital Signage-Inhalte interaktiv nutzbar zu machen. Was es nicht einfacher macht, Nicht-Spezialisten kurz und bündig zu erklären, was Digital Signage eigentlich kann und bedeutet.

Jeder sieht es, aber oft wird es als einfache Werbung oder Berieselungsprogramm wahrgenommen. Der Übergang zur Interaktivität und Infotainment erhöht zumindest die Chancen, dass Digital Signage-Programme als mehr als pure Werbetrailer angesehen werden.

Es gibt bereits erfolgreich eingesetzte und preisgekrönte Beispiele, in denen Digital Signage als Kommunikator und Spielzeug genutzt wird: So wird Digital Signage zum Beispiel im neu erbauten Audi-Forum Ingolstadt seit der Eröffnung im Frühjahr 2008 als Infotainment-Medium eingesetzt. http://www.audi.de/de/brand/de/unternehmen/aktuelles/unternehmen.detail.2009~02~0.html

Auf jeden Besucherbereich abgestimmte Programme gekoppelt mit Real-Time Informationen via Crawl-Ticker sorgen dafür, dass die Besucher an jeder Stelle im Forum informiert sind. Sie werden persönlich angesprochen und geleitet.
Sie erfahren, wann sie wo ihren neuen Wagen abholen können, oder was es für Sonderveranstaltungen zum Beispiel im forumseigenen Kino geben wird – die entsprechenden Informationen erreichen sie über die verschiedenen Kanäle an den Stellen im Gebäude, an denen die Informationen auch sinnvoll sind. Diese Inhalte wechseln sich ab mit Corporate-Informationen, die auf diesem Wege wie selbstverständlich von Besuchern und Kunden 'mitgenommen' werden.

An speziell angefertigten Terminals, deren Bedienung und Anzeige den MMI-Konsolen nachempfunden ist, wird Digital Signage zusätzlich direkt erleb- und steuerbar. Das MMI ist originär in den Wagen der neueren Generation eingebaut als Anzeige- und Steuerelement für alles im Wagen, was mit Infotainment zu tun hat. Das geschieht mittels Drehknopf, der auch als Joystick fungiert, und seitlich angeordneten Menutasten.
Dies wurde 1:1 übernommen, so dass über die Digital Signage Applikation die direkte Verbindung zum beworbenen Objekt hergestellt wird. Der Besucher kann in den DSInhalten navigieren und die verschiedenen Beiträge unabhängig von den auf den anderen Bildschirm laufenden Programmen ansehen. Die Marke wird also im wahrsten Sinne des Wortes anfassbar.

Realisiert wird das Infotainment durch das Zusammenspiel der Dutzenden Kanäle, die jeweils auf 'ihre' Einsatzorte abgestimmt sind, und die jeweils passenden Einstellungen und Displays.
So wird beispielsweise im Restaurantbereich lediglich mit Bild-, und in Verkaufsräumen mit Bild-Ton-Beiträgen gearbeitet.

Advertising, Information und Unterhaltung verpackt in einen Mix aus Präsentation und Interaktion machen die Marke für den Zuschauer interessanter, weil erlebbarer und persönlicher.

Digital Signage hat viel Potential als Kommunikations-Medium. Es muss nur genutzt werden, und der Mut, neue Wege, auch wenn sie als Umwege erscheinen, zu beschreiten, sollte vorhanden sein.
Schwierig wird es nur, wenn die Ideen schneller als die Technik sind.


Bildquelle: Audi AG


Digital Signage – eher die gute Tante als der große Bruder

Geschrieben von Heiko Walkenhorst • Dienstag, 14. Juli 2009 • Kategorie: Out-Of-Home-Media

Videokameras, Monitore, Werbung hier, Werbung da – es gibt nicht wenige, die das nervt. Und für einige weckt das auch ungute Gefühle wie Kontrolle, Überwachung, Ausspähung oder es steckt ganz einfach nur der gute alte Vorwurf „Konsumterror“ dahinter. Aber, und das ist die Kehrseite: Gegen einen guten Tipp zur rechten Zeit hat keiner was.


Und genau hierfür ist Digital Signage ideal. Diese Kommunikationssystem bieten dem Nutzer den Vorteil, dass sie wenig Platz brauchen und leicht mit neuesten Informationen zu bespielen sind. Und er kann seinen Kunden direkt ansprechen und das sogar fast minutenaktuell. Der Betrachter erhält also beispielsweise direkt am POS zusätzliche Informationen, die ihn bei seiner Kaufentscheidung unterstützen.


Natürlich sind die Anschaffungskosten für solche Digital Signage Lösungen zunächst nicht günstig, dann aber passiert in puncto Kosten relevativ wenig. Alles lässt sich leicht digital in beliebiger Menge beliebig oft darstellen – und das eben auf kleinem Platz, was am POS – ganz gleich ob Supermarkt oder Lotto-Annahmestelle, Kiosk oder Tanke – von großer Bedeutung ist.


Und wenn es dann überall nur noch blinkt und flackert? So weit wird es nicht kommen, denn dieses „überall“ impliziert ja mehrere Monitore auf kleinem Raum. Kein Verantwortlicher würde die hierfür notwenige Investition tätigen – und diese dann so einsetzen, dass es einem Informationskannibalismus gleichkäme.


Und Digital Signage hat auch so gar nichts Orwell’sches. Diese Monitore sind nicht der große Bruder, der dich überwacht. Vielmehr ist sie die gute Tante, die stets einen Ratschlag zur Hand hat, wenn man ihn braucht – auch wenn man vielleicht manchmal gar nicht will.