Digital Signage

Informationen zu Digital Signage und Marketing am Point of Sale

Digital Signage deluxe – Wow!-Effekte mit Augmented Reality

Geschrieben von Esther Rudolph • Mittwoch, 26. August 2009 • Kategorie: Augmented Reality

Augmented Reality* ist Trend in der digitalen Welt. Den Boom dieser Technologie verdanken wir hauptsächlich den Entwicklungen auf dem mobilen Sektor. Denn vor allem für eCommerce und Routenplaner-Applikationen auf iPhone, Android & Co sind künstliche 3D-Visualisierungen von realen Produkten und Räumen natürlich ein Hit.

Aber auch Digital Signage profitiert von den neuen Möglichkeiten im 3D-Bereich. Hier handelt es sich natürlich um die Königsklasse, und entsprechend hoch ist der Aufwand für ein AR Projekt am POS. Aber dass sich das durchaus lohnt, lässt ein Beispiel von LEGO erahnen:

Man hält die Produktverpackung eines Bausatzes vor das Display, und schon wird dort ein animiertes, dreidimensionales, dreh- und wendefähiges Abbild des fertig zusammengebauten LEGO-Objektes dargestellt:





Dieses Digital Signage Prestige-Objekt in handverlesenen Shops hat ganz geschickt Informationsanspruch, Interaktivität (und damit den Engagement-Faktor) und Blickfangeffekt kombiniert.

On-Demand-Zusatzinformation zu einzelnen Produkten verbunden mit unwiderstehlicher Faszination für Groß und Klein verführte nicht nur zu deutlich längerer Verweildauer am Verkaufsstand, sondern auch zum viralen Weitertragen dieses „Einkaufserlebnisses“.

Die Produkte werden durch die animierten und wie in den eigenen Händen beweglichen 3DDarstellungen wesentlich attraktiver wahrgenommen. Und zusätzlich entsteht ein beinahe haptisches Erlebnis mit einer gehörigen Portion beflügelter Phantasie. Der Neuromarketer weiß, dass dieser Zustand milder Euphorie unser Gehirn in geradezu irrationale Kauflaune versetzt.

Darüber hinaus wirft so ein innovatives Highlight am POI ein sehr schmeichelhaftes Licht auf die Marke.

Solche Luxus-Varianten des Digital Signage sind natürlich bisher Ausnahmefälle und nicht für jeden Zweck geeignet. Sie zeigen aber sehr schön, wie flexibel und zukunftsweisend dieser Bereich ist. Der Phantasie – und damit dem Potenzial des Mediums - sind keine Grenzen gesetzt. Es lohnt sich - genau wie in Sachen Internet – bei aktuellen Science-Fiction Filmen nicht nur Held und Handlung zu beobachten, sondern auch der Vision von unserer zukünftigen Alltagsumgebung Aufmerksamkeit zu schenken. Hologramme am POI kommen als nächstes.

* Augmented Reality? Augmented Reality bezeichnet, als Info für alle die es noch nicht wissen, eine durch Computertechnik erweiterte Wahrnehmung. Wie etwa zusätzliche Einblendungen von Informationen (z.B. Abmessungen, Geodaten, von außen nicht sichtbare Details) zu einem Objekt, das gerade anvisiert wird. Man könnte AR auch als eine Vermischung "natürlicher" und künstlich erzeugter Realität bezeichnen. Typischerweise wird in diesem Bereich häufig von 3DTechniken Gebrauch gemacht, um die Vermischung möglichst realistisch zu gestalten.


Digital Signage – eher die gute Tante als der große Bruder

Geschrieben von Heiko Walkenhorst • Dienstag, 14. Juli 2009 • Kategorie: Out-Of-Home-Media

Videokameras, Monitore, Werbung hier, Werbung da – es gibt nicht wenige, die das nervt. Und für einige weckt das auch ungute Gefühle wie Kontrolle, Überwachung, Ausspähung oder es steckt ganz einfach nur der gute alte Vorwurf „Konsumterror“ dahinter. Aber, und das ist die Kehrseite: Gegen einen guten Tipp zur rechten Zeit hat keiner was.


Und genau hierfür ist Digital Signage ideal. Diese Kommunikationssystem bieten dem Nutzer den Vorteil, dass sie wenig Platz brauchen und leicht mit neuesten Informationen zu bespielen sind. Und er kann seinen Kunden direkt ansprechen und das sogar fast minutenaktuell. Der Betrachter erhält also beispielsweise direkt am POS zusätzliche Informationen, die ihn bei seiner Kaufentscheidung unterstützen.


Natürlich sind die Anschaffungskosten für solche Digital Signage Lösungen zunächst nicht günstig, dann aber passiert in puncto Kosten relevativ wenig. Alles lässt sich leicht digital in beliebiger Menge beliebig oft darstellen – und das eben auf kleinem Platz, was am POS – ganz gleich ob Supermarkt oder Lotto-Annahmestelle, Kiosk oder Tanke – von großer Bedeutung ist.


Und wenn es dann überall nur noch blinkt und flackert? So weit wird es nicht kommen, denn dieses „überall“ impliziert ja mehrere Monitore auf kleinem Raum. Kein Verantwortlicher würde die hierfür notwenige Investition tätigen – und diese dann so einsetzen, dass es einem Informationskannibalismus gleichkäme.


Und Digital Signage hat auch so gar nichts Orwell’sches. Diese Monitore sind nicht der große Bruder, der dich überwacht. Vielmehr ist sie die gute Tante, die stets einen Ratschlag zur Hand hat, wenn man ihn braucht – auch wenn man vielleicht manchmal gar nicht will.