Digital Signage

Informationen zu Digital Signage und Marketing am Point of Sale

10 Fragen, 10 Antworten zu Digital Signage

Geschrieben von Carolin Moosmann • Sonntag, 4. April 2010 • Kategorie: Digital Signage FAQ

Digital Signage? Braucht man das überhaupt? Wie setzt man ein solches Projekt um und wie macht man Digital Signage zum Erfolg? 10 Fragen und Antworten dazu liefert ein Artikel auf quorumdigital.net: Digital Signage: the Top 10 Pitfalls

Eine Übersetzung mit einigen Anmerkungen:


Sie haben sich dafür entschieden, ein Digital Signage System einzuführen. Nun geht es darum, das Ganze zu einem Erfolg zu machen. Hier die 10 wichtigsten Fragen dazu samt Antworten.

1: Brauchen Sie das überhaupt?
Die zentrale Frage ist: Was wollen Sie mit Digital Signage eigentlich erreichen? Wissen Sie das nicht, wird ein Erfolg unwahrscheinlich. Schreiben Sie sich also auf, was Sie erreichen möchten. Nur dann wird klar, ob die Zielsetzung realistisch ist oder nicht. Sollten Sie diese Ziele nicht definieren können, lassen Sie es am besten gleich sein. Sie sparen sich Zeit und Nerven.

2: Ist Digital Signage ein IT-Projekt?
Zugegebenermaßen hört sich “Digital Signage Network” sehr nach IT an. Und IT-Manager sind zweifelsohne hochqualifizierte Fachkräfte. Allerdings fehlen Ihnen die entscheidenden Fähigkeiten, um ein Digital Signage Netzwerk aufzubauen. Digital Signage ist keine bessere Powerpoint-Präsentation. Es ist eher mit einer Fernsehsendung zu vergleichen, bei der man Videos, Grafiken, Texte und Animationen einem festen Programmablauf folgend miteinander kombinieren muss.

3: Haben Sie genug Content?
Ein Digital Signage Projekt ohne Content ist wie eine Zeitung ohne Nachrichten: Eine überwältigende Menge Nichts. Vielleicht besitzen Sie bereits Werbespots, Imagefilme oder Anzeigen. Diese können Sie hervorragend als Content benutzen. Über RSS-Feed erhalten Sie außerdem aktuelle News, die Sie zusätzlich einbinden können. Sie führen dazu, dass der Kunde noch einen zweiten oder dritten Blick auf Ihr Digital Signage Angebot wirft.

4: Wer ist der Verantwortliche?
Digital Signages einzurichten ist ein großes Projekt. Deshalb ist es umso wichtiger, dass Sie jemanden als Verantwortlichen bestimmen. Ein zentraler Ansprechpartner erleichtert die Arbeit sehr. Verlassen Sie sich keinesfalls auf Gruppenarbeit. Zu viele unterschiedliche Meinungen, Anweisungen und Ideen bringen das Projekt nur zum Kippen.

5: Wer aktualisiert den Content?
Durch RSS und Nachrichtenagenturen erhalten Sie regelmäßig neuen Content für das Digital Signage. Aber woher kommen die aktuellen Informationen und Angebote Ihres Unternehmens? Ein Digital Signage, das viel Aufmerksamkeit erfährt, braucht ständig neue Informationen. Diesen Content muss jemand generieren. An alten Informationen sehen sich die Kunden schnell satt und Sie erreichen damit vor allem eines – Desinteresse.

6: Wie kann ich Geld sparen?
Das Budget im Blick zu behalten, ist wichtig. Passen Sie aber auf, dass Sie sich das Projekt nicht kaputtsparen. Der Griff nach dem Billigsten kann auf lange Sicht sehr teuer werden. Egal, ob es um Displays, Software oder Dienstleistungen wie Content-Erstellung geht. Mit Digital Signage wollen Sie Werbebotschaften und Informationen Ihres Unternehmens an die Zielgruppe kommunizieren. Welchen Eindruck macht es, wenn die dazu benutzen Medien billig und schlimmstenfalls unzuverlässig sind?

7: Wo soll es installiert werden?
Stellen Sie sich folgende Fragen, bevor Sie das System einbauen: Wie hänge ich die Flachbildschirme auf. Ist die Wand stabil genug? Benötige ich einen Ständer? Gibt es dort Strom? Wie ist die Beleuchtung? Könnte es Probleme durch Lichtreflexe geben? Wissen Sie nicht, wo genau das Digital Signage installiert werden soll, dann ist das ein Hinweis darauf, dass Sie vielleicht gar keines benötigen.

8: Woran muss ich beim Einbau denken?
Beim Aufbau der Digital Signage Hardware kann es schmutzig werden. Sei es, weil man eine Wand verstärken oder zusätzliche Steckdose einbauen muss, weil Leitungen verlegt werden oder Sonnenblenden vor die Fenster müssen. Neben den baulichen Maßnahmen ist ein Digital Signage aber auch eine logistische Herausforderung. Der ideale Dienstleister für den Einbau von Digital Signages bespricht bereits im Vorfeld die Anforderungen mit dem Schreiner, dem Elektriker und allen weiteren Parteien, die direkt oder indirekt damit zu tun haben. Ein Dienstleister, der diese Dinge bereits bei der Planung beachtet, spart Ihnen Zeit und Geld.

9: Wann präsentiere ich es meinem Chef?
Oft sind diejenigen, die ein Digital Signage System eingeführt haben, so stolz darauf, dass Sie es lieber gestern als heute dem höheren Management vorführen möchten. Nehmen Sie sich aber genug Zeit, bis das System rund läuft. Inhalt muss generiert, es müssen Programmabläufe festgelegt und gegebenenfalls wieder verändert werden. Nicht zuletzt müssen Sie das System richtig kennenlernen. Wenn Sie sich diese Zeit nicht nehmen, stehen Sie nicht nur bei der Präsentation dumm da. Auch Ihre eigentliche Zielgruppe, der Kunde, gewinnt unter Umständen einen schlechten Eindruck von Ihrem Unternehmen.

10: Wie geht es weiter?
Denken Sie an später, wenn Sie ein Digital Signage System konzipieren. Die Erfahrung zeigt, dass die meisten Systeme auf lange Sicht erweitert werden. Wenn Sie deshalb Teile des Netzwerks ersetzen müssen, bevor sie sich amortisiert haben, wird es teuer.


Digitale Werbung am Point of Sale

Geschrieben von Frank Herold • Sonntag, 27. September 2009 • Kategorie: Digitale Signage Aktuell

Wall kooperiert mit ECE flatmedia

Aus der Pressemitteilung der Wall AG:

Die Wall AG geht mit sofortiger Wirkung eine strategische Vermarktungskooperation mit der ECE flatmedia GmbH ein, einem führenden Anbieter für Markenkommunikation und digitale Verkaufsförderung am Point of Sale. Damit ist die Wall AG ab sofort exklusiver Vermarkter von rund 800 digitalen Flatscreens in 40 Shopping-Centern, u.a. in Hamburg, Köln, Frankfurt/Main, München, Berlin, Dresden und Leipzig. Durch die Kooperation können Werbekunden erstmalig Plakatkampagnen im ShoppingNet der Wall AG um digitale Werbeflächen erweitern.

Die digitalen Flatscreens der ECE flatmedia können sowohl an lokalen Einzelstandorten, als auch regional oder national gebucht werden. Durch das bundesweite Flatscreen-Netzwerk werden ca. 8 Millionen Centerbesucher pro Woche direkt im Kaufentscheidungsprozess angesprochen – das ist einzigartig in Deutschland.
Darüber hinaus sorgt die kombinierte Buchung von Plakaten im ShoppingNet der Wall AG und den digitalen Flatscreens in Shopping-Centern für einen hohen Werbedruck.

Vielfältige Darstellungsvarianten setzen Marken und Produkte durch bewegte Bilder emotional in Szene und sprechen kaufbereite Konsumenten direkt am Point of Sale an. Ob lokal, regional oder national – der gezielte Einsatz und unkomplizierte Austausch von Inhalten machen das Medium kostengünstig und effektiv.

„Durch die Erweiterung unseres Medienangebots um digitale Flatscreens im Bereich der Shopping-Center stärken wir unsere Position im Außenwerbemarkt. Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft bieten wir unseren Kunden die Möglichkeit, klassische Plakatkampagnen in unserem ShoppingNet durch digitale Werbeflächen direkt am Point of Sale zu ergänzen“, so Daniel Wall, Vorstandsvorsitzender der Wall AG.

Die individuelle Screenansteuerung ermöglicht den Austausch von Inhalten innerhalb weniger Minuten und bietet Werbetreibenden maximale Flexibilität bei der Mediaplanung. Die Einbindung der Werbebotschaften in einen Mix aus Nachrichten, Center-Informationen und Entertainment gewährleistet darüber hinaus hohe Aufmerksamkeitswerte bei den Center-Besuchern.

Oliver Poppelbaum, Geschäftsführer ECE flatmedia GmbH: „Wir sind überzeugt, mit der Wall AG einen Partner gefunden zu haben, mit dem die Anforderungen des Marktes an intelligente und effiziente Kommunikation bestmöglich umgesetzt werden können. Mit dieser Partnerschaft wird der Markt für digitale Out-of-Home-Kommunikation signifikant gestärkt.“


Werbung. Aber bitte informativ!

Geschrieben von Sarah George • Dienstag, 8. September 2009 • Kategorie: Infotainment

Noch bevor Digital Signage sich als passiv zu konsumierendes Medium auch in Deutschland etabliert hat, gibt es verschiedene Ansätze, Digital Signage-Inhalte interaktiv nutzbar zu machen. Was es nicht einfacher macht, Nicht-Spezialisten kurz und bündig zu erklären, was Digital Signage eigentlich kann und bedeutet.

Jeder sieht es, aber oft wird es als einfache Werbung oder Berieselungsprogramm wahrgenommen. Der Übergang zur Interaktivität und Infotainment erhöht zumindest die Chancen, dass Digital Signage-Programme als mehr als pure Werbetrailer angesehen werden.

Es gibt bereits erfolgreich eingesetzte und preisgekrönte Beispiele, in denen Digital Signage als Kommunikator und Spielzeug genutzt wird: So wird Digital Signage zum Beispiel im neu erbauten Audi-Forum Ingolstadt seit der Eröffnung im Frühjahr 2008 als Infotainment-Medium eingesetzt. http://www.audi.de/de/brand/de/unternehmen/aktuelles/unternehmen.detail.2009~02~0.html

Auf jeden Besucherbereich abgestimmte Programme gekoppelt mit Real-Time Informationen via Crawl-Ticker sorgen dafür, dass die Besucher an jeder Stelle im Forum informiert sind. Sie werden persönlich angesprochen und geleitet.
Sie erfahren, wann sie wo ihren neuen Wagen abholen können, oder was es für Sonderveranstaltungen zum Beispiel im forumseigenen Kino geben wird – die entsprechenden Informationen erreichen sie über die verschiedenen Kanäle an den Stellen im Gebäude, an denen die Informationen auch sinnvoll sind. Diese Inhalte wechseln sich ab mit Corporate-Informationen, die auf diesem Wege wie selbstverständlich von Besuchern und Kunden 'mitgenommen' werden.

An speziell angefertigten Terminals, deren Bedienung und Anzeige den MMI-Konsolen nachempfunden ist, wird Digital Signage zusätzlich direkt erleb- und steuerbar. Das MMI ist originär in den Wagen der neueren Generation eingebaut als Anzeige- und Steuerelement für alles im Wagen, was mit Infotainment zu tun hat. Das geschieht mittels Drehknopf, der auch als Joystick fungiert, und seitlich angeordneten Menutasten.
Dies wurde 1:1 übernommen, so dass über die Digital Signage Applikation die direkte Verbindung zum beworbenen Objekt hergestellt wird. Der Besucher kann in den DSInhalten navigieren und die verschiedenen Beiträge unabhängig von den auf den anderen Bildschirm laufenden Programmen ansehen. Die Marke wird also im wahrsten Sinne des Wortes anfassbar.

Realisiert wird das Infotainment durch das Zusammenspiel der Dutzenden Kanäle, die jeweils auf 'ihre' Einsatzorte abgestimmt sind, und die jeweils passenden Einstellungen und Displays.
So wird beispielsweise im Restaurantbereich lediglich mit Bild-, und in Verkaufsräumen mit Bild-Ton-Beiträgen gearbeitet.

Advertising, Information und Unterhaltung verpackt in einen Mix aus Präsentation und Interaktion machen die Marke für den Zuschauer interessanter, weil erlebbarer und persönlicher.

Digital Signage hat viel Potential als Kommunikations-Medium. Es muss nur genutzt werden, und der Mut, neue Wege, auch wenn sie als Umwege erscheinen, zu beschreiten, sollte vorhanden sein.
Schwierig wird es nur, wenn die Ideen schneller als die Technik sind.


Bildquelle: Audi AG


Digital Signage deluxe – Wow!-Effekte mit Augmented Reality

Geschrieben von Esther Rudolph • Mittwoch, 26. August 2009 • Kategorie: Augmented Reality

Augmented Reality* ist Trend in der digitalen Welt. Den Boom dieser Technologie verdanken wir hauptsächlich den Entwicklungen auf dem mobilen Sektor. Denn vor allem für eCommerce und Routenplaner-Applikationen auf iPhone, Android & Co sind künstliche 3D-Visualisierungen von realen Produkten und Räumen natürlich ein Hit.

Aber auch Digital Signage profitiert von den neuen Möglichkeiten im 3D-Bereich. Hier handelt es sich natürlich um die Königsklasse, und entsprechend hoch ist der Aufwand für ein AR Projekt am POS. Aber dass sich das durchaus lohnt, lässt ein Beispiel von LEGO erahnen:

Man hält die Produktverpackung eines Bausatzes vor das Display, und schon wird dort ein animiertes, dreidimensionales, dreh- und wendefähiges Abbild des fertig zusammengebauten LEGO-Objektes dargestellt:





Dieses Digital Signage Prestige-Objekt in handverlesenen Shops hat ganz geschickt Informationsanspruch, Interaktivität (und damit den Engagement-Faktor) und Blickfangeffekt kombiniert.

On-Demand-Zusatzinformation zu einzelnen Produkten verbunden mit unwiderstehlicher Faszination für Groß und Klein verführte nicht nur zu deutlich längerer Verweildauer am Verkaufsstand, sondern auch zum viralen Weitertragen dieses „Einkaufserlebnisses“.

Die Produkte werden durch die animierten und wie in den eigenen Händen beweglichen 3DDarstellungen wesentlich attraktiver wahrgenommen. Und zusätzlich entsteht ein beinahe haptisches Erlebnis mit einer gehörigen Portion beflügelter Phantasie. Der Neuromarketer weiß, dass dieser Zustand milder Euphorie unser Gehirn in geradezu irrationale Kauflaune versetzt.

Darüber hinaus wirft so ein innovatives Highlight am POI ein sehr schmeichelhaftes Licht auf die Marke.

Solche Luxus-Varianten des Digital Signage sind natürlich bisher Ausnahmefälle und nicht für jeden Zweck geeignet. Sie zeigen aber sehr schön, wie flexibel und zukunftsweisend dieser Bereich ist. Der Phantasie – und damit dem Potenzial des Mediums - sind keine Grenzen gesetzt. Es lohnt sich - genau wie in Sachen Internet – bei aktuellen Science-Fiction Filmen nicht nur Held und Handlung zu beobachten, sondern auch der Vision von unserer zukünftigen Alltagsumgebung Aufmerksamkeit zu schenken. Hologramme am POI kommen als nächstes.

* Augmented Reality? Augmented Reality bezeichnet, als Info für alle die es noch nicht wissen, eine durch Computertechnik erweiterte Wahrnehmung. Wie etwa zusätzliche Einblendungen von Informationen (z.B. Abmessungen, Geodaten, von außen nicht sichtbare Details) zu einem Objekt, das gerade anvisiert wird. Man könnte AR auch als eine Vermischung "natürlicher" und künstlich erzeugter Realität bezeichnen. Typischerweise wird in diesem Bereich häufig von 3DTechniken Gebrauch gemacht, um die Vermischung möglichst realistisch zu gestalten.


Digital Signage – eher die gute Tante als der große Bruder

Geschrieben von Heiko Walkenhorst • Dienstag, 14. Juli 2009 • Kategorie: Out-Of-Home-Media

Videokameras, Monitore, Werbung hier, Werbung da – es gibt nicht wenige, die das nervt. Und für einige weckt das auch ungute Gefühle wie Kontrolle, Überwachung, Ausspähung oder es steckt ganz einfach nur der gute alte Vorwurf „Konsumterror“ dahinter. Aber, und das ist die Kehrseite: Gegen einen guten Tipp zur rechten Zeit hat keiner was.


Und genau hierfür ist Digital Signage ideal. Diese Kommunikationssystem bieten dem Nutzer den Vorteil, dass sie wenig Platz brauchen und leicht mit neuesten Informationen zu bespielen sind. Und er kann seinen Kunden direkt ansprechen und das sogar fast minutenaktuell. Der Betrachter erhält also beispielsweise direkt am POS zusätzliche Informationen, die ihn bei seiner Kaufentscheidung unterstützen.


Natürlich sind die Anschaffungskosten für solche Digital Signage Lösungen zunächst nicht günstig, dann aber passiert in puncto Kosten relevativ wenig. Alles lässt sich leicht digital in beliebiger Menge beliebig oft darstellen – und das eben auf kleinem Platz, was am POS – ganz gleich ob Supermarkt oder Lotto-Annahmestelle, Kiosk oder Tanke – von großer Bedeutung ist.


Und wenn es dann überall nur noch blinkt und flackert? So weit wird es nicht kommen, denn dieses „überall“ impliziert ja mehrere Monitore auf kleinem Raum. Kein Verantwortlicher würde die hierfür notwenige Investition tätigen – und diese dann so einsetzen, dass es einem Informationskannibalismus gleichkäme.


Und Digital Signage hat auch so gar nichts Orwell’sches. Diese Monitore sind nicht der große Bruder, der dich überwacht. Vielmehr ist sie die gute Tante, die stets einen Ratschlag zur Hand hat, wenn man ihn braucht – auch wenn man vielleicht manchmal gar nicht will.